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Im Atelier von "Martin Kiefer"
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Der grobe Malspachtel gleitet über die Leinwand, fast fingerdicke Farbspuren hinterlassend, bewegt er sich eben noch im dynamischen Schwung, um sofort wieder zart und langsam eine filigrane Linie zu erzeugen.
Eine riesige Papp-Palette in der Hand, wo sich Farben wie Siena toastada, Amarillo cadmi obscuro und Titano crudo in handgroßen Haufen aneinanderreihen, mit dem Spachtel dirigierend, steht Martin vor der Leinwand und arbeitet.
Wir befinden uns auf Mallorca, in seinem Atelier und schauen ihm über die Schulter.
Martin ist ein Maler, der die Malerei braucht, der tatsächlich jeden Tag malt und skizziert, um der Fülle seiner Ideen ein Ventil zu geben. "Ich sitze nicht wie Siegfried vor der Höhle des Drachen und warte auf sein Erscheinen, sondern ich gehe hinein und feiere ein Fest mit ihm. Denn der Drache ist wie die Inspiration, auf die man nicht warten darf, sie kommt während des Malens!"
Nach einer Fülle von Skizzen kommt die Farbe und man sieht eine Gruppe weiblicher Figuren, die auf der Leinwand zu tanzen beginnen, der Welt entrückt, doch gleichsam sprühend vor Dynamik.
So dick er auch die pastose, stark pigmentierte Acrylfarbe auch aufträgt, die Figuren werden anmutiger und die Aura von erotischem Esprit, die sie umgibt, immer stärker.  |
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